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Charlotte Gaertner

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Frische Zeltlektüre

Mein W-Etappentagebuch.

Der W-Trek im Nationalpark Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine im Süden Chiles lockt jährlich rund 200.000 Besucher an. Und das merkt man in der Hauptsaison deutlich. Nicht alle sind dabei auf einer der beiden Trekkingrouten, dem W- oder dem O-Trek, unterwegs. Die meisten statten dem Park einen Kurzbesuch ab und unternehmen geführte Tagestouren zu den bekannten Sehenswürdigkeiten. Ob sich ein Besuch trotzdem lohnt? Meiner Meinung nach: Ja. Wie ihr den Menschenmengen ein wenig entgeht und ob der Trek auch für Einsteiger geeignet ist, verrate ich im Artikel.

Allgemeines zum Trekking im Torres del Paine.

Der Nationalpark Torres del Paine bietet zwei Trekkingrouten: Den W- und den O-Trek. Das „W“ umfasst gut 90 Kilometer, während das „O“ den nördlichen Teil des Parks mit dem John-Gardner-Pass einschließt und rund 130 Kilometer Distanz aufweist. Dabei wird die Zahl derer, die das „O“ gehen dürfen, seit 2016 durch die CONAF – die Nationalparkaufsicht – auf 80 Trekker pro Tag limitiert. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Wanderung nur gegen den Uhrzeigersinn durchgeführt werden darf.

Der W-Trek.

Mit dem W-Trek ist das ein wenig anders: Hier gibt es im Grunde keine Begrenzungen, dennoch muss man vor Parkeintritt die Buchung der Zeltplätze entlang des „W“ nachweisen, was die Anzahl der Trekker auch automatisch limitiert. Als Startpunkt der Tour kann zwischen dem Refugio Paine Grande oder Campamento Torres gewählt werden. Ich wählte das Refugio Paine Grande als Ausgangspunkt, um meine Tour durch den Nationalpark an den berühmten Felsen „Torres del Paine“ abschließen zu können. Startet man am Campamento Torres, findet der Besuch des Aussichtspunktes an den Torres del Paine am ersten Tag des Treks statt.

Da ist er – dieser viel beschworene patagonische Wind.

Vorsicht bei extremen Wetterbedingungen.

Im Zuge meiner Wanderung auf dem W-Trek habe ich neben den gut 90 Streckenkilometern rund 6240 Höhenmeter überwunden und mit dem berühmten patagonischen Wind gekämpft. Tatsächlich sollte man die extremen Wetterbedingungen vor Ort nicht unterschätzen – und sich an die Empfehlung der CONAF halten, die Wanderrouten im Nationalpark nicht allein zu begehen. Während meiner ersten Tage im Park wütete ein starker Sturm, der zuvor schon einige Wanderer zur Umkehr gezwungen hatte: Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h fällt es schwer, sich auf den Beinen zu halten und gleichzeitig voranzukommen. Innerhalb weniger Stunden kann man vom Starkregen in Hagel kommen, die Sonne sehen und trotzdem wieder im Schneegestöber versinken.

Muss ich ein eigenes Zelt mitbringen?

Grundsätzlich gibt es drei Übernachtungsmöglichkeiten auf Trekkingtour im Nationalpark:

  • das eigene Zelt
  • im Mietzelt
  • ein (Mehrbett-) Zimmer im Refugio

Wer bei den patagonischen Wetterbedingungen nicht im Zelt übernachten möchte, kann auch in einem der Refugios im Park unterkommen. Deren Dichte nimmt jedoch auf dem O-Trek ab, sodass man spätestens auf dieser Tour die ein oder andere Nacht im Zelt verbringen muss. Wer sein eigenes Zelt nicht tragen möchte, kann sich auch ein Mietzelt je nach Ausstattung des angestrebten Zeltplatzes buchen. Hier sind meist schon Isomatte und Schlafsack inklusive, sodass diese ebenfalls nicht selbst mitgebracht werden müssen.

Sind die Routen im Park für Einsteiger geeignet?

Obwohl viele Etappen auf dem W-Trek recht kurz erscheinen (beispielsweise sind es nur 11,3 Kilometer auf der ersten Etappe vom Refugio Paine Grande zum Refugio Grey), so brauchen sie aufgrund der extremen Wetterbedingungen und so einiger Höhenmeter doch ihre Zeit. Und vor allem Kraft.

Ob eine Tour durch die wilde Natur Chiles im Nationalpark Torres del Paine für einen selbst als Trekking-Einsteiger geeignet ist, sollte jeder für sich entscheiden. Dennoch kann es ein klares Indiz sein, wenn man die folgenden drei Fragen mit „Ja“ beantworten kann:

  • Habe ich Erfahrung in alpinem Gelände und bin auch auf Geröll trittsicher?
  • Fühle ich mich extremen Wetterbedingungen mental und konditionell gewachsen?
  • Bin ich sicher im Umgang mit meiner Ausrüstung unter diesen extremen Voraussetzungen, d.h. kann ich beispielsweise mein Zelt bei starken Winden auf- und abbauen?

Eine gute Infrastruktur erleichtert das Trekking für Einsteiger.

Die grundsätzliche Infrastruktur auf dem W-Trek mit deutlicher Ausschilderung der Routen, sowie der Möglichkeit für kurze Etappen und Anschlussrouten mit leichtem Gepäck ausgehend von vielen Zeltplätzen und/oder Refugios halte ich für einsteigerfreundlich. Wer jedoch noch nie im Gebirge wandern war oder dessen Grundkondition noch nicht ganz ausreichend für Touren mit schwerem Gepäck unter extremen Wetterbedingungen ist, sollte zunächst auf andere Trekkingrouten ausweichen.

Der Circuit – oder das „O“ – sollte mit Trekking-Erfahrung angegangen werden, da die Überschreitung des John-Gardner-Passes stark wetterabhängig ist. Ein plötzlich eintretendes Unwetter erfordert hier sicheren Umgang mit den Bedingungen.

So ist der Nationalpark Torres del Paine zu erreichen.

Wer sich für eine Tour durch den Park entscheidet, reist zunächst nach Puerto Natales. Dorthin gelangt man beispielsweise mit dem Flugzeug von Santiago de Chile. Da mir diese Strecke jedoch zum Zeitpunkt meiner Buchung etwas zu teuer war und ich zudem noch einen kleinen Zwischenstopp mit Besuch bei den Magellan-Pinguinen eingelegt habe, bin ich von Punta Arenas mit dem Bus nach Puerto Natales gefahren.

In Puerto Natales verbrachte ich eine Nacht im Yagan House, deckte mich mit den notwendigen Lebensmitteln für mein Trekkingabenteuer ein und reiste am darauffolgenden Vormittag mit dem Bus direkt in den Nationalpark. Da sämtliche Busse in den Park am Vormittag starten, machen das viele Trekkingreisende genauso. Übrigens: Tickets für den Bustransfer können meist direkt über die jeweilige Unterkunft in Puerto Natales gekauft werden. Oftmals ist es auch möglich, Übergepäck bis zur Rückkehr aus dem Park in der Unterkunft zu belassen.

Wasserspiele: Mit dem Katamaran von Pudeto über den Lago Pehoé zum Refugio Paine Grande.

Von Puerto Natales in den Park.

Nach der dreistündigen Busfahrt von Puerto Natales in den Park erfolgt die Registrierung im Büro der CONAF, die verpflichtend für alle Trekker ist. Da sämtliche Busse nahezu gleichzeitig den Parkeingang erreichen, nimmt das einiges an Zeit in Anspruch. Schlange stehen bleibt leider nicht aus. Sobald man die Registrierungspapiere ausgefüllt hat, muss man als Trekkingreisender die Zeltplatzbuchungen vorweisen und den Parkeintritt von 21.000 CLP (rund 30 Euro) zahlen.

Das Abenteuer beginnt: Mit dem Katamaran zum Campamento Paine Grande.

Anschließend geht es für die einen mit dem Bus zum Campamento Torres und für die anderen – wie mich – mit dem Bus zum Bootssteg Pudeto. Von hier aus ist die Überfahrt mit dem Katamaran zum Refugio Paine Grande möglich. Eine Strecke mit dem Katamaran kostet 18.000 CLP (rund 25 Euro). Im Preis ist nur ein Gepäckstück enthalten. Daher empfehle ich bei Wahl dieses Transfers, zusätzliche Taschen im großen Rucksack oder in der Reisetasche zu verstauen.

Und dann hat man es geschafft: Sobald man den Katamaran verlässt, steht man vorm Refugio Paine Grande. Und mitten im Nationalpark Torres del Paine. Da ist dann nicht mehr viel außer man selbst, der große Rucksack – und diese unglaubliche Natur. Gut, ganz schön viel Wind ist da auch noch. Aber der flüstert einem nur zu: „Abenteuer frei!“

Erste Etappe: Vom Refugio Paine Grande zum Refugio Grey.

Als kleines Mädchen träumte ich davon, wie Pocahontas durch die Wälder gen Sonnenuntergang zu laufen. Nie hätte ich gedacht, dass ich irgendwann mal mit einem großen Rucksack vor einem türkisblauen See namens Pehoé mitten im Nationalpark Torres del Paine stehen und mich fragen würde, wie dieser Traum wahr werden konnte. Denn Wandern ist das eine, aber Trekken ist das andere. Vom ersten Schritt an, mit allem, was ich brauchen würde auf dem Rücken, fühlte ich mich zuhause. Und der dramatisch graue Himmel, der sich im Winde aufbäumende Lago Pehoé und die den Stürmen trotzenden Pflanzen taten ihr Übriges, um mich von der Richtigkeit meiner Unternehmung zu überzeugen. Auch wenn diese alles andere als einfach war.

Und laufen. Auf der ersten Etappe zum Refugio Grey mit dem Lago Pehoé im Rücken.

Wind, windiger – patagonischer Wind.

Während ich in der Vorbereitung der Tour immer wieder von diesem berühmten patagonischen Wind gelesen, wurde er jetzt deutlich spürbar. Ich begriff, dass Wind hier nicht gleich Wind ist. Und, dass sich eine neue Kategorisierung ergab: Wind, windiger, am windigsten – patagonischer Wind. Der Superlativ der Superlative zwang mich mehr als einmal, das Gehen auf nahezu kriechende Fortbewegung umzustellen. Für mich war das am Anfang ziemlich ernüchternd. Denn in meiner Vorstellung meisterte ich die erste Etappe quasi hüpfend auf einem Bein und ohne größere Probleme. Doch da wurde ich schnell eines besseren belehrt.

Gletscher in Sicht! Gletscher Grey mit Lago Grey.

Campamento Grey direkt voraus.

Während mein Körper mit dem Wind kämpfte und in meinem Kopf die Gedanken Achterbahn fuhren („Hab ich schon Hunger? Ist das anstrengend. Doch was essen? Dieser Wind. Vielleicht einen Riegel?“), kam ich einem immer näher:  Gletscher Grey. Und als ich ihn aus den Augen verlor, hatte ich fast die Unterkunft für meine erste Nacht erreicht.

Wo mein Zelt steht, bin ich zuhause.

Das Campamento Grey als Ziel der ersten Etappe liegt nur zwei Kilometer vom Gletschersee Grey entfernt, sodass ich nach erfolgreichem Zeltaufbau einen Abstecher dorthin unternahm. Erschütternd war es zu sehen, wie weit sich der Gletscher schon zurückgezogen hat. Das Gesehene beschäftigte mich lange, konnte aber nicht meine Sinne im Hinblick auf den Zeltplatz trüben, der für mich zu einem der schönsten auf dem W-Trek zählt.

Die erste Etappe im Überblick.

Distanz: 11,3 Kilometer, ca. drei Stunden.

Höhenmeter: 660 Höhenmeter.

Anschlusstour mit leichtem Gepäck: Vom Refugio Grey zum Gletschersee sind es rund zwei Kilometer und 130 Höhenmeter.

Tipp: Es lohnt sich, zeitig loszugehen, um rechtzeitig am Campamento Grey zu sein, damit man bei der Wahl des Zeltplatzes nicht eingeschränkt ist. Außerdem ist das Kaminzimmer im Refugio Grey zum Aufwärmen sehr zu empfehlen.

Zweite Etappe: Vom Refugio Grey zum Refugio Paine Grande.

Der zweite Tag im Nationalpark hat es etwas in sich, wenn man noch Richtung Camp Paso gehen möchte. Denn dann gelangt man zu einem an dieser Strecke liegenden Aussichtspunkt mit Blick über den Gletscher Grey. Wenn man – wie ich – diese Variante wählt, empfiehlt es sich, zeitig aufzustehen, um entspannt zu frühstücken und anschließend das Zelt abzubauen. Das große Gepäck kann im Trockenraum des Refugio Greys gelagert und die Tour mit leichtem Gepäck bestritten werden. Dafür verlässt man Campamento Grey und folgt der Ausschilderung in Richtung Campamento Paso. An der Wegstrecke lässt man nach einiger Zeit ein altes Camp rechterhand liegen und geht weiter, bis man eine Brücke erreicht, die über eine Leiter erklommen werden muss. Von dort ist ein erster Aussichtspunkt mit Blick auf den Gletscher Grey erreichbar.

Eis und eiskalte Winde.

Brücken-Aussicht nach unten: ganz schön(es) Blau.

Ich habe am ersten Aussichtspunkt nicht lange Halt gemacht, um noch ein Stück weiterzugehen. Denn nach kurzer Zeit kommt man an eine zweite Brücke, die zu einem weiteren Aussichtspunkt führt. Meiner Meinung nach hat man von dort einen noch besseren Blick auf den Gletscher Grey. Bei Sturm steht man hier allerdings auch deutlich mehr im Wind.

Schwimmt hier so rum: Treibeis vom Gletscher.

Auf zum zweiten Aussichtspunkt.

Am zweiten Aussichtspunkt harrte ich etwas länger aus. Hier trifft das Blau des Gletschers auf die Kraft der Natur: Winde jagen Schnee von den Bergen über den Gletscher und Bruchstücke von Eis fliegen durch die Luft. So beeindruckend man das findet, umso mehr sollte man hier die Uhr im Blick behalten. Denn spätestens gegen Mittag sollte man zurück am Refugio Grey sein, um ohne Zeitdruck in Richtung Refugio Paine Grande aufbrechen zu können.

Eisgenosse: der Gletscher Grey.

Die zweite Etappe im Überblick.

Distanz: 18,3 Kilometer, ca. fünf Stunden.

Höhenmeter: 1290 Höhenmeter.

Tipp: Es lohnt sich meiner Meinung nach, auf dem Weg zum Aussichtspunkt über den Gletscher Grey auch die zweite Brücke zu passieren. Der Ausblick am zweiten Aussichtspunkt ist unschlagbar! Aber Achtung: Wer nicht schwindelfrei ist, sollte das berücksichtigen, da die Brücken im Wind ganz schön schwanken. Außerdem kann der ein oder andere umherfliegende Eis- oder Schneebrocken vom naheliegenden Eisfeld den Balance-Akt erschweren.

Ausrüstungshinweis: Wer sich der Fotografie verschrieben hat und mit Kamera unterwegs ist, sollte auf UV- und Graufilter zurückgreifen. Das macht insbesondere Sinn, wenn man ein Reise-Objektiv im Einsatz hat, das schwierigen Lichtverhältnissen weniger zugeneigt ist.

Verpflegung: Am Refugio Paine Grande gibt es einen kleinen Supermarkt mit Trekkingzubehör (Gaskartuschen, Trekkingnahrung, Chips, etc.).

Dritte Etappe: Vom Refugio Paine Grande zum Campamento Italiano.

„Kurz und schmerzlos“ – das beschreibt meiner Meinung nach die dritte Etappe sehr gut. Viele Trekker nutzen den kurzen Tag mit Übernachtung im Campamento Italiano, um die beiden Aussichtspunkte Valle Francés und Britanico von dort mit leichtem Gepäck zu erreichen. Manch anderer übernachtet im nur wenige Kilometer entfernten Campamento & Refugio Los Cuernos.

Wandern bei 130 km/h Windgeschwindigkeit.

Das Campamento Italiano ist eines der wenigen Camps im Nationalpark, die von der CONAF betrieben werden und kostenfrei sind. Es gibt einen Fluss in der Nähe und einfache Toiletten. Die ebenfalls dort angesiedelte Ranger-Station hat aktuelle Daten zum Wetter – und für mich war es wirklich interessant zu sehen, dass ich mich bei 100 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeit durch die vorhergehende Etappe gekämpft hatte. Für diesen Tag waren 130 Kilometer pro Stunde an Windgeschwindigkeit vorausgesagt. Dadurch konnte ich meinen Plan, die beiden Aussichtspunkte oberhalb des Camps zu erreichen, nur bedingt in die Tat umsetzen: Der Aussichtspunkte Britanico war aufgrund des Winds geschlossen und nur Valle Francés geöffnet.

„Ach, deswegen war es nicht so leicht mit dem Geradeaus laufen.“

So ging es an Zeltaufbau und anschließend Richtung Mirador Valle Francés. Der Weg dorthin war stürmisch, was vor allem die Querung von Flüssen erschwerte. Der Wald über mir knarrte und knarzte, von den umliegenden Bergen kam es zu Schneeverwehungen und ich beobachtete eine Windhose auf dem See hinter mir. Insgesamt war es so schwer, sich auf den Beinen zu halten, dass ich an einem vorgelagerten Aussichtspunkt nahe Valle Francés umkehrte.

Die Göttin des Windes am Werk: Windhose am Lago Nordenskjöld auf dem Weg zum Mirador Valle Francés.

Sturmnacht im Wald.

Zurück im Camp nahm ich mir viel Zeit für ein ausgiebiges Abendbrot und das Waschen und Trocknen von Sachen. Die nötige Infrastruktur dafür ist in dem gemütlichen Camp im Wald vorhanden, denn an den einzelnen Standplätzen gibt es recht viel Plat. Teilweise sind Wäscheleinen an den Bäumen angebracht. Die Bäume selbst waren auch ein guter Schutz vor den stürmischen Verhältnissen im Park, wenngleich ihre Geräusche im Wind durchaus angsteinflößend waren. Dass diese Angst nicht ganz unberechtigt war, erfuhr ich, als ich am nächsten Morgen aus dem Zelt kroch: Neben dem Nachbarzelt lag ein riesiger Ast, der in der Nacht von einem der Bäume abgebrochen war und nur knapp das Zelt verfehlt hatte.

Mut zur Pause im Campamento Italiano.

Die dritte Etappe im Überblick.

Distanz: 11,7 Kilometer, ca. dreieinhalb Stunden.

Höhenmeter: 900 Höhenmeter.

Anschlusstour mit leichtem Gepäck: Vom Campamento Italiano sind Mirador Valle Francés und der Mirador Britanico zu erreichen. Es empfiehlt sich, das schwere Gepäck im Camp zu lassen und den Weg zu den beiden Aussichtspunkten nur mit leichtem Gepäck zu bestreiten.

Tipp: Wer den Tag abends entspannt mit einem Wein oder Bier ausklingen lassen möchte, sollte sich einen Tag zuvor im Refugio Paine Grande mit dem nötigen Vorrat eindecken. Denn am Campamento Italiano gibt es kein Refugio.

Vierte Etappe: Vom Campamento Italiano zum Refugio Chileno.

Nach der stürmischsten aller Nächte im Park wachte ich bei strömendem Regen auf. Der kleine Bachlauf nahe meines Stellplatzes war stark angestiegen und der Zeltabbau wurde durch eine große Pfütze, die sich unterm Zelt aufgrund des nicht ganz ebenen Bodens gebildet hatte, nicht gerade erleichtert. Ich beschloss, das geplante Frühstück ausfallen zu lassen, mich auf einen Riegel zu beschränken und schnellstmöglich in Richtung Refugio Los Cuernos aufzubrechen. Dort erhoffte ich mir besseres Wetter für eine Pause. Denn die würde ich brauchen – schließlich sollte das der längste Wandertag im Park werden.

Mit solch einem Regenbogen kann eigentlich nichts mehr schief gehen: Hier am Lago Nordenskjöld.

Durch alle Jahreszeiten.

Den vierten Tag im Park erlebte ich als absolut magisch: Das lag zum einen am abwechslungsreichen Weg und zum anderen am Wetter, das alle Jahreszeiten durchspielte. Aus strömendem Regen kam ich in Hagel, hatte Schneeflocken im Gesicht, als ich das Seeufer des Nordenskjöld erreichte und traute meinen Augen nicht, als sich die Wolken kurz vorm Refugio Los Cuernos verzogen und die Sonne hervorkam. Beim Blick zurück auf den schon bestrittenen Weg, zeigte sich ein Regenbogen über dem See. Und ich fand, dass ich mir einen Kaffee jetzt redlich verdient hatte. Da offenes Feuer im Park nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt ist, muss man auf die hierfür vorgesehenen Flächen an den Zeltplätzen zurückgreifen. Oder man macht es sich ganz einfach, wie ich an dem Tag: Ich trank meinen Kaffe einfach im Refugio Los Cuernos. Hier nahm ich mir außerdem die Zeit, von Regenoutfit auf Sonnenkleidung zu wechseln.

Im November in voller Blüte: Der chilenische Feuerbusch.

Aussichten für Genießer.

Nach der Pause im Refugio ging es weiter und weiter und weiter. Der Weg führte vorbei an schneebedeckten Bergen, über Geröll und Brücken, bergauf und bergab – über offene Wege und enge Pfade, an denen mich der in voller Blüte stehende chilenische Feuerbusch begrüßte. Ich konnte mich nicht sattsehen, genoss die wärmende Sonne und trug das breiteste Grinsen überhaupt zur Schau. Der Rucksack verlor gefühlt an Gewicht, die Landschaft wurde karger und Campamento Torres/Central lag in Sichtweite. In dessen Nähe würde ich die Abzweigung in Richtung Campamento Chileno nehmen.

Marslandung kurz vorm Campamento Torres/Central.

Zeltplatz mit Drei-Gänge-Menü.

Eigentlich war mein Plan, in einem weiteren CONAF-Camp, dem Campamento Torres/Base, direkt am Fuße der Torres del Paine zu übernachten. Doch leider war eine Buchung in der Saison 2017/18 nicht möglich, da das Camp einem Felssturz zum Opfer fiel. Aus diesem Grund wich ich auf das in nächster Nähe gelegene Campamento Chileno aus. Wirklich leicht fiel mir diese Wahl nicht, da offenes Feuer am Campamento Chileno untersagt ist und man zum Zeltplatz auch gleich das Abendessen im zugehörigen Refugio hinzubuchen musste. Das fiel mit gut 90,- Euro pro Person recht teuer aus.

Der härteste Teil des Aufstiegs ist vorbei: Kurz vorm Campamento Chileno.

Trotz alldem ließ ich mir die Stimmung nicht vermiesen, schließlich war ich den Torres del Paine schon gefährlich nahe gekommen. Wie viele andere Trekker hatte ich den Plan, mich in der Nacht auf den Weg zum Aussichtspunkt an den Granitfelsen zu machen. Denn dort wollte ich den Sonnenaufgang erleben.

Die vierte Etappe im Überblick.

Distanz: 22,9 Kilometer, sechseinhalb Stunden.

Höhenmeter: 1870 Höhenmeter.

Verpflegung: Im Refugio gibt es am Abend der Ankunft ein Drei-Gänge-Menü und am Folgetag ein Lunchpaket, da eine Kochstelle am Campamento und Refugio Chileno nicht vorhanden ist. Dennoch ist der Preis für den Zeltplatz mit 90,- Euro pro Person und Nacht meiner Meinung nach recht überzogen.

Hinweis: Man kann auch im Campamento Torres/Central übernachten, muss dann aber fast doppelt so viel Zeit einplanen (ca. drei bis vier Stunden), wenn man die Torres del Paine zum Sonnenaufgang erreichen möchte.

Fünfte Etappe: Vom Refugio Chileno zum Campamento Torres/Central.

Die Nacht auf dem Zeltplatz am Refugio Chileno war kurz: Das Abendessen findet in zwei Gruppen statt und da ich in die zweite Gruppe rutschte, war ich erst gegen 22:00 Uhr zurück im Zelt. Dort stellte ich mir den Wecker auf 03:00 Uhr, um pünktlich zum Sonnenaufgang gegen 05:20 Uhr an den Torres del Paine zu sein.

Frühaufsteher im Namen des Sonnenaufgangs.

Und ich war nicht die einzige: Auf dem ganzen Zeltplatz leuchteten die bunten Zelte im Dunkel der Nacht auf. Viele packten ihre Schlafsäcke ein, um beim Warten auf den Sonnenaufgang am Mirador Las Torres nicht zu frieren. Nach und nach bewegte sich ein Lichtkegel nach dem anderen aus dem Zelt in Richtung Wald, von wo der Aufstieg zum Aussichtspunkt beginnt. Während die erste Teilstrecke angenehm zu gehen ist, wird es etwa auf Höhe des Campamento Torres/Base anstrengender. Auf dem letzten Kilometer macht man gut 400 Höhenmeter. Von der Anstrengung lenkte der beeindruckende Sternenhimmel gut ab und steigerte die Vorfreude auf klare Sicht an den Torres del Paine.

Die Sonne versteckte sich hinter Wolken – doch glücklicherweise zeigten sich die Torres del Paine gänzlich unverhüllt.

Geschafft: Zum Sonnenaufgang an den Wahrzeichen des Parks.

Kurz vor Sonnenaufgang erreichten mit mir rund 20 bis 30 andere Wanderer den Mirador Las Torres. Dort verteilten sich alle recht schnell und machten es sich in Schlafsack, dicken Jacken und mit Snacks gemütlich. Wir alle hatten Glück – denn die Torres del Paine zeigten sich völlig frei von Wolken, auch wenn die Sonne selbst sich hinter diesen versteckte und daher die Felsspitzen nicht in beeindruckendes Licht tauchen konnte.

Nach dem Sonnenaufgangsspektakel machte ich mich direkt wieder auf in Richtung Campamento Chileno. Dort baute ich das Zelt ab und ging in Richtung Tal zum Campamento Torres/Central. Dort wollte ich meinen Besuch im Nationalpark ausklingen lassen. Und das gelang mir auch bei bestem Wetter und mit dem ein oder anderem Bier im nahe gelegenen Refugio.

Die fünfte Etappe im Überblick.

Distanz: 15 Kilometer, ca. viereinhalb Stunden.

Höhenmeter: 1520 Höhenmeter.

Anschlusstour mit leichtem Gepäck: Vom Campamento Chileno kann man in einer gut zweistündigen Wanderung zum Mirador Las Torres gehen, um die Torres del Paine zu sehen. Das ist auch vom benachbarten Campamento Torres/Base binnen einer Stunde möglich – doch leider wurde das Camp im Jahr 2017 von einem Felsrutsch verschüttet und ist seitdem geschlossen. Ob sich in der kommenden Saison daran etwas ändert, konnte ich leider nicht herausfinden.

Hinweis: Um es am Mirador Las Torres gemütlich zu haben, empfiehlt es sich, einen Schlafsack mitnehmen, um nach dem schweißtreibenden Aufstieg auf dem weniger windgeschützen Aussichtspunkt nicht auszukühlen. Der Hinweis gilt vor allem für jene, die den Aufstieg zum Sonnenaufgang wagen. Hierfür ist auch eine gute Stirnlampe hilfreich, da es gerade auf dem letzten Kilometer steil nach oben und über Wurzeln, Geröll und Flüssläufe geht.

Kleiner Backstage-Blick in den Torres del Paine.

Geführte Gruppe Tagestouristen im Nationalpark Torres del Paine auf dem Weg zum Mirador Las Torres.

Der Nationalpark Torres del Paine zählt mittlerweile zu den Trekking-Mekkas der Welt. Insbesondere in der Hauptsaison, die im Dezember beginnt und bis Februar reicht, soll hier viel los sein. Die Betreiber der Refugios und Zeltplätze wissen das auch – was sich in den Preisen deutlich niederschlägt.

Der Nationalpark und die Touristen-Massen.

Ich war Ende November im Nationalpark unterwegs und habe die Menschenfülle im Großen und Ganzen noch als angenehm empfunden. Da die Touren am Rande des Parks stark von Tagestouristen frequentiert sind, ist beispielsweise die Wanderung zu den Torres del Paine vom Hotel und Refugio Torres/Central aus oder die Tour zum Gletscher Grey vom Refugio Paine Grande stärker bewandert als der Mittelteil des Parks oder der O-Trek. Das merkt man natürlich auch als Trekker, wenn man diese Punkte im Park erreicht. Dennoch äußert sich das anders, da man selbst häufig schon im Abstieg ist, wenn die Tagestouristen sich gerade im Aufstieg – beispielsweise zum Mirador Las Torres – befinden. Dadurch, dass man als Trekker zu anderen Zeitfenstern die meisten Aussichtspunkte des Parks besucht, hat man den Vorteil, sich diese nicht mit einer Vielzahl anderer (insbesondere geführter Gruppen) teilen zu müssen.

Wenn das Zelt zu groß ist, müssen die Trekkingstöcke ran: Plattform-Camping im Campamento Chileno.

Vorsicht bei hohen Gebühren für die Zeltplätze.

Die Zeltplätze im Park bieten unterschiedliche Bedingungen und insbesondere der Zeltplatz-Betreiber Fantástico Sur erweckt den Eindruck, als sollten primär Mietzelte gebucht werden als Standplätze für das eigene Zelt. Leider kommt man um die Buchung von Zeltplätzen bei Fantástico Sur nicht drumrum – und im Vergleich zum zweiten Betreiber Vertice gab es hier beispielsweise für das Campamento Chileno Aufpreise für Abendmenüs. Die habe ich ehrlicherweise nur ungern in Kauf genommen, schließlich hatte ich nicht umsonst meinen eigenen Kocher dabei.

Der Trekking-Tourismus ist endgültig im Nationalpark angekommen.

Sherpa gefällig?!

Den endgültige Hinweis darauf, dass der Nationalpark Torres del Paine mitten im Trekking-Tourismus angekommen ist, fand ich schließlich am Refugio Torres/Central: Hier machte ein Schild auf einen Trage-Service für den eigenen Rucksack aufmerksam. Befreundete Trekker, die ich auf dem Weg kennengelernt hatte, wollten daraufhin ihren Trekkingrucksack schon für Fotoaufnahmen vermieten.

Trotz alldem würde ich aber jederzeit wieder eine Trekkingtour im Nationalpark Torres del Paine unternehmen. Die beeindruckende Natur macht die ein oder andere infrastrukturelle Widrigkeit wett. Ein großer Traum ist seit meinem Besuch  der O-Trek, da er auch den nördlichen Teil des Parks, den John-Gardner-Pass sowie das laut Gerüchten schönste Camp des Parks – Campamento Dickson – beinhaltet.

Hinweise rund ums Trekking im Torres del Paine.

Wer sich für eine Trekkingtour im Nationalpark Torres del Paine entscheidet, sollte sich überlegen, ob die zwingend in der Hauptsaison stattfinden muss. Denn Ende Oktober bis Ende November (patagonischer Frühling bis Sommer) und im März bis Anfang April (patagonischer Herbst) ist deutlich weniger los als im Dezember. Denn dann haben auch viele Chilenen Urlaub.

Sobald es an die Planung der Tour geht, hilft es, einiges an Nerven für die Buchung der Zeltplätze mitzubringen: Ich war ganze drei Monate damit beschäftigt, meine Buchungen unter Dach und Fach zu bekommen. Das lag daran, dass die Buchungssysteme der Zeltplätze zeitweilig überhaupt nicht erreichbar waren. Zudem gibt es drei Anbieter von Unterkünften und Zeltplätzen im Nationalpark, sodass auch eine Sammelbuchung nicht möglich ist.

Traurig, aber wahr: Von Touristen ausgelöste Waldbrände kosteten schon vielen Bäumen im Nationalpark das Leben.

Das Wichtigste im Überblick.

Hat man es geschafft und all seine Buchungen vorgenommen, so sollte man folgendes beim kommenden Parkbesuch berücksichtigen:

  • Im Nationalpark herrscht strenges Verbot von offenem Feuer. An den Zeltplätzen sind deswegen gesicherte Stellen vorgesehen, an denen gekocht werden darf. Oftmals sogar in kleinen, windgeschützen Hütten. Dadurch hat man auch weniger Probleme, bei starkem Wind den Kocher zu entzünden. Leider haben sich in der Vergangenheit einige Besucher nicht daran gehalten, sodass Teile des Parks Waldbränden zum Opfer fielen. Einer wurde ausgelöst, als ein Tourist sein Toilettenpapier im Park verbrannte.
  • Grundsätzlich gilt: Alles, was ihr mit in den Park nehmt, solltet ihr wieder mit aus dem Park heraus nehmen. Bringt deswegen eine Mülltüte mit, in der ihr auch euer benutztes Klopapier verstaut. Bei Benutzung der Toiletten in den Refugios können natürlich die dortigen Mülleimer zur Entsorgung des Toilettenpapiers genutzt werden, da das in Südamerika nicht über die Toilette geschieht.
  • Wer im Park sein Geschäft verrichten muss, sollte das in jedem Fall mindestens 300 Meter von Gewässern entfernt erledigen – insbesondere, um die ausgezeichnete Wasserqualität im Park nicht zu gefährden.

Die richtige Ausrüstung erhöht die Sicherheit im Park.

  • Die richtige Ausrüstung ist unerlässlich: Festes Schuhwerk, Regensachen, warme Kleidung, ein sturmsicheres Zelt und ein warmer Schlafsack mit ebenso warmer Isomatte gestalten den Aufenthalt im Park angenehmer. Eine Sonnenbrille habe ich beim Blick auf Eisfelder oder starker Sonneneinstrahlung ebenfalls als hilfreich empfunden.
  • Von der CONAF wird außerdem geraten, die Wege im Nationalpark aufgrund der extremen Bedingungen nicht allein zu begehen. Obwohl ich aus meiner Perspektive berichte, so war auch ich nicht allein im Park unterwegs.

Wenn ihr das berücksichtigt, macht das euer Trekkingabenteuer im Park nicht nur angenehmer, sondern vor allem sicherer.

So gelingt das Abenteuer im Nationalpark.

Wissenswertes

Bei meinen Vorbereitungen habe ich „Chile auf eigene Faust“ von Steve Hänisch genutzt. Steve ist durch Südamerika gereist und stellt in dem Handbuch mehrere Möglichkeiten vor, wie man den W-Trek im Nationalpark Torres del Paine begehen kann.

Eine Packliste mit allem, was ich während meiner Tour durch den Nationalpark „an Bord“ hatte, folgt demnächst hier auf dem Blog.

Die Unterkunft vor Besuch des Parks

Bevor es in den Park geht, ist zunächst eine Unterkunft in Puerto Natales vonnöten. Ich habe mich im  Yagan House sehr wohl gefühlt. Die Buchung des Transfers in den Nationalpark kann ebenfalls im Hostel vorgenommen werden.

Die Zeltplätze von Vertice Patagonia entlang des W-Treks

Wenn ihr das „W“ absolvieren und ebenfalls das Refugio Grey und Refugio Paine Grande als die ersten beiden Camps auf eurem Weg buchen möchtet, so findet ihr über folgende Links die nötigen Informationen:

Bitte beachtet, dass die Buchung durchaus anstrengender sein kann als geplant, da die Seiten gelegentlich mal offline sind. Durch Gespräche mit anderen Trekkern im Park wurde mir das ebenfalls bestätigt. Mit den Buchungsproblemen scheint also keiner allein zu sein. Sollte es gar nicht funktionieren, so könnt ihr eine unverbindliche Anfrage unter Angabe von Name, Anschrift, Land, Reisepassnummer, Name des Camps und des gewünschten Buchungsdatums an folgende E-Mail-Adresse senden: ventas@verticepatagonia.cl

Die Zeltplätze der CONAF entlang des W-Treks

Solltet ihr als drittes Camp ebenfalls das Campamento Italiano wählen wollen, so ist eine Buchung über die offizielle Seite der CONAF möglich, die ich euch hier verlinkt habe:

Die Zeltplätze von Fantástico Sur entlang des W-Treks

Und wenn ihr als viertes und fünftes Camp (letzteres für einen Pausentag im Park) ebenfalls das Refugio Chileno und Campamento Torres/Central buchen möchtet, so findet ihr unter den folgenden Links weiterführende Informationen:

Solltet ihr auch hier vor Buchungsproblemen stehen, so wendet euch mit einer unverbindlichen Anfrage ebenfalls unter Angabe von Name, Anschrift, Land, Reisepassnummer, Name des Camps und des gewünschten Buchungsdatums an ventas@fantasticosur.com

Kosten

Der Eintritt in den Park beläuft sich auf 21.000 CLP (rund 30 Euro).

Die Fahrt mit der Fähre von Pudeto zum Refugio Paine Grande kostet inkl. eines Gepäckstücks 18.000 CLP (rund 25 Euro).

Verpflegung

Mal abgesehen von dem „verrückten“ Drei-Gang-Menü im Refugio Chileno, habe ich mich im Nationalpark selbst versorgt:

  • Morgens gab es Haferbrei mit Trockenfrüchten und Nüssen.
  • Mittags habe ich auf Riegel, Nüsse, Trockenfrüchte und Käse zurückgegriffen.
  • Abends gab es Verschiedenes – angefangen von Reisnudeln mit Thunfisch, über Fertig-Reisgerichte mit Gemüse, die ich nur noch im Kocher erwärmt habe, über Polenta mit Tomatensoße und Salami.

Die notwendigen Lebensmittel habe ich allesamt zuvor im Supermarkt in Puerto Natales gekauft. In den umliegenden Outdoor-Geschäften gibt es auch Camping-Gas.

Um die Wasserversorgung im Nationalpark muss man sich keine Gedanken machen, denn das Wasser im Park hat Trinkwasserqualität. Ich habe zur Sicherheit ausschließlich aus fließenden Gewässern Wasser entnommen und mit dem Katadyn Hiker Pro hauptsächlich Sediment aus dem Wasser gefiltert. Das Wasser schmeckt großartig, ist absolut erfrischend und eine bessere Wahl im Vergleich zum gechlorten Wasser an so manchem Refugio. Daher empfehle ich euch, das Wasser den zahlreichen Flüssen am Weg zu entnehmen.

Sonstiges

Meine Routen im Nationalpark habe ich mit Komoot getrackt. Der App habe ich auch die unter den einzelnen Etappen angebenen Routendaten entnommen.

Hinweis: Ich nutze keine Affiliate-Links oder Ähnliches. Alle Tipps und Hinweise auf diesem Blog entsprechen meiner ganz persönlichen Meinung und sowohl meine Touren als auch meine Ausrüstung sind selbst ausgewählt bzw. geplant. Ich betreibe diesen Blog ausschließlich privat, weil ich gern über meine Abenteuer und meine Gedanken zu ihnen schreibe und mich freue, sie auf diese Weise mit euch teilen zu können.

Und ihr?

Wollt ihr mal nach Chile oder gar in den Nationalpark Torres del Paine? Oder habt ihr selbst schon Erfahrungen vor Ort gemacht? Ich bin gespannt, was ihr berichtet.

2 Kommentare zu “Mein W-Etappentagebuch.

  • Vom Winde Patagoniens verführt… Trekking am Ende der Welt. – Rausgier
    3. Juli 2018 | 16:16

    […] Mein W-Etappentagebuch. […]

  • Liebe auf den ersten Schritt. Drei Tage Wandern bei El Chaltén. – Rausgier
    5. Juli 2018 | 17:29

    […] Mein W-Etappentagebuch. […]

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